REFERENTEN & KURSE

Kurs 1

Humor und Heiterkeit in der Eurythmie

Eda Rechsteiner

Was kann die Stimmung des Humors in uns in Bewegung bringen? Wie kann sie durch die Mittel der Eurythmie zum Ausdruck kommen? In diesem Kurs begegnen wir der Eurythmie einmal von einer etwas anderen Seite. Wir suchen Humor und Heiterkeit in uns, in der Musik, in der Sprache, aber auch in wort- und tonlosen Formen. Dabei lernen wir die Ton- und die Laut-Eurythmie, die Welt und vielleicht auch uns selber auf eine neue Weise kennen.

Klavierbegleitung: Christina Reburg 

Eda Rechsteiner, Eurythmistin in freier künstlerischer Tätigkeit im In- und Ausland – und in der Erwachsenenbildung. Musiklehrerin an der Regionalen Musikschule Laufen. 

Kurs 2

Clowning – liebevolle Hingabe und innere Haltung                                                                       

Angela Hopkins

Clowning schult uns in der Kunst, jedes Lebensgeschenk freudig zu begrüssen, besonders unsere Unvollkommenheiten. Die rote Nase des Clowns verändert den Spielenden und entbindet Kreativität. Durch liebevolle Hingabe an eine Situation und das Ergreifen der darin liegenden Freiheit knüpft sich Fantasie an die Realität. Mit heiterer Gelassenheit und Spielfreude lassen wir uns im Workshop davon überraschen, was im Spiel durch Begegnung, Selbstbegegnung, Beobachten und Staunen sichtbar wird.

Angela Hopkins, in Bristol/England geboren und aufgewachsen, vier Kinder. Sie lebt und arbeitet stets in kreativer und inspirierender Umgebung und ist immer wieder fasziniert von dem, was Clowning uns nahebringen kann. Sie hat langjährige Clowning-Erfahrung mit Gruppen in Italien, Deutschland, der Schweiz und Großbritannien mit öffentlichen Auftritten, welches ein wachsendes Verständnis und Liebe zur Arbeit mit dem Ansatz von "Nose to Nose" , deren facilitators training sie in London absolvierte. Derzeit arbeitet sie als Fremdsprachenlehrerin in Potsdam und bietet Clowning-Workshops sowohl offen als auch in verschiedene Einrichtungen an. Angela Hopkins spricht Englisch und Deutsch.

www.nosetonose.info/de/

Kurs 5
Selbsterziehung und Resilienz: biografische Selbsterfahrung und praktische Übungen

Vortrag 2

Waldorf Pädagogik und Resilienz: Wie Pädagogik heilt und schützt

Dr. med. Christian Schopper

Selbsterziehung ist heute kein kategorischer Imperativ,
sondern eine lebensnotwendige, für Gesundheit und Widerstandskraft unabdingbare Einstellung, Haltung
und innerer Übungsweg. In Übung und Selbsterfahrung
wollen wir uns die Beziehung zwischen Resilienz (Widerstandsfähigkeit) und Selbsterziehung erarbeiten.

Mehr denn je brauchen wir eine heilende Pädagogik. Die von Rudolf Steiner inaugurierte und befruchtete Pädagogik ist für den modernen Menschen eine Entwicklungsmöglichkeit, die heilende Kraft hat und ihn schützt vor vielen Fehlentwicklungen und Angriffen der modernen Welt. Im Vortrag wollen wir zeigen, wie dies mit Ergebnissen der modernen Resilienz-Forschung kompatibel ist

Christian Schopper, geboren 1959, ist Facharzt für Neurologie, Psychiatrie, Psychotherapie und Anthroposophische Medizin. Durch seine langjährige Arbeit in Lehre und Forschung sowie ausgedehnte Publikations-, Kurs- und Vortragstätigkeiten ist er ein international anerkannter Experte. Nach vielen Jahren in der Leitung verschiedener Kliniken führt er in Zürich zwei Privatpraxen mit den Schwerpunkten Psychotraumatologie, Schmerz, integrative Psychosomatik und Anthroposophische Medizin.

Bücher:

"Trauma überwinden 

Ein Handbuch für Therapeuten und Betroffene"

Verlag Freies Geistesleben

Vortrag 3
Vom Leben der Sinne zum Sinn des Lebens

Dr. med. Michaela Glöckler

Alles was wir über uns, andere Menschen und unser Leben auf der Erde wissen, verdanken wir den Informationen, die über die Sinne aufgenommen werden und oft auch ungefragt auf uns einstürmen. Was wir jedoch dabei nicht erfahren ist, welchen Sinn das alles hat. Die Sinngebung hängt von unserer Motivation, unseren Gefühlen und von der Art und Weise ab, wie wir denken und urteilen. Wie erziehen wir Kinder und Jugendliche – und nicht zuletzt uns selbst – zu urteilsfähigen Menschen, die dem Leben gewachsen sind? Und wodurch kann die Entwicklung selbständigen Denkens und gesunder Sinnlichkeit behindert werden?

Michaela Glöckler, geboren 1946 in Stuttgart. Dort Besuch der Freien Waldorfschule bis zum Abitur. Anschließend Studium der Germanistik und Geschichte. Dann Studium der Medizin, Weiterbildung zur Kinderärztin am Gemeinschaftskrankenhaus in Herdecke und der Universitätsklinik in Bochum. Zehnjährige Kinder- und schulärztliche Praxis. Von 1988 bis 2016  Leitung der Medizinischen Sektion am Goetheanum, Dornach/Schweiz. Vortragstätigkeit im In- und Ausland. Zahlreiche Publikationen.

Bücher:

"Kindersprechstunde"

Verlag Urachhaus

"Elternsprechstunde"

Verlag Urachhaus

"Begabung und Behinderung"

Verlag Freies Geistesleben

Kurs 6

Im Fluss des Lebens:

Herzkräfte stärken durch Eurythmie

Sivan Karnieli

Das Lebenselixier des Herzens ist die Zeit und der Rhythmus zwischen Peripherie und Zentrum. Grundübungen der Eurythmie und kleine Gedichte werden ganz aus der Herzkraft bewegt und bewegen die Herzkräfte in der Zeit, zwischen Peripherie und Zentrum. Alles wird Sprache, Herzenssprache. In einem weiteren Teil des Kurses wird diese Sprache Musik und Musik zum Lebensstrom, in den wir eintauchen.

Sivan Karnieli geboren in Zürich. Dozentin für Eurythmie, Institut für Waldorfpädagogik, Witten/Annen (DE). Auch tätig in der Bühnenkunst und freischaffend in Kursen und Erwachsenenbildung.

 

Bücher:

"Wer sich bewegt, kommt zu sich selbst. Eurythmie für jeden Tag" 

Futurum Verlag

"Gemeinsam bewegen. Eurythmie für Arbeits- und Teamkultur"

Futurum Verlag

Kurs 3
Musikalische Improvisation als
Ausdrucksform menschlichen Lebens 

 

Anja Mertin (Sopran)
Tobias Segsa (Klavier)

Improvisation ist ein Prinzip des menschlichen Seins.
Alle improvisieren: im Alltag, in Gesprächen, in Beziehungen,
beim Kochen… Auch in der Musik ist Improvisation einfacher, als man denkt, ein spielerischer Umgang mit Tönen, Klängen und Rhythmen, mit Sprache und Melodien. Beim Sprechen und Singen kann die eigene Stimme neu entdeckt und erlebt
werden. Wir freuen uns, wenn jemand sein eigenes Musikinstrument in die Kursarbeit einbringen möchte.
Vorkenntnisse sind nicht nötig, nur Freude am Entdecken
und ein klein wenig Mut.


Tobias Segsa, erhielt er seinen ersten Orgelunterricht bei Martin Ludwig in Berlin als Jungstudent des Julius-Stern-Institutes der Hochschule der Künste. Von 2000 bis 2005 studierte er Kirchenmusik an der Kirchenmusikschule Görlitz (2000) und an der Universität der Künste (2001-05) in Berlin. Zu seinen Lehrern gehörten Friedemann Böhme (Orgel), Karl Jonkisch (Improvisation), Prof. Friedrich Meinel (Orgel),  Prof. Wolfgang Seifen (Improvisation) und Uwe Gronostay (Chorleitung). Ein Studium im Fach der konzertanten Orgelimprovisation bei Prof. Wolfgang Seifen an der Universität der Künste schloss er im Jahr 2008 ab. Außerdem nahm er an Meisterkursen für Orgelimprovisation bei Frederic Blanc, Pierre Pincemaille, Peter Planyavsky, David Briggs, Tomasz A. Nowak und anderen teil. Seit 2005 ist er als Kirchenmusiker der Gemeinde St. Josef in Berlin - Köpenick tätig. 2014 erhielt er eine Berufung zum Regionalkirchenmusiker im Erzbistum-Berlin.

Anja Mertin, studierte in Leipzig Musikpädagogik, in Jena Waldorfpädagogik, in Magdeburg bei Roland Fenes Gesang und Gesangspädagogik und debütierte 2000 als Dido in Purcells Oper „Dido und Aeneas“ am Theater der Landeshauptstadt Magdeburg.
Neben ihrer Lehrtätigkeit gibt sie Liederabende und Konzerte und widmet sich verstärkt der Entwicklung und Aufführung musikalischer Konzept-Programme. Hierbei fasziniert und reizt sie besonders die Beschäftigung mit den stimmlichen Besonderheiten der unterschiedlichen Musikgenres. Seit 2008 leitet Anja Mertin das Tonkunst-Atelier-Berlin.

Kurs 4
Anthroposophische Meditation – Verbindung mit Christus

Kurs 7

Unsere Verbindung mit der Engelwelt

 


Agnes Hardorp & Thomas Mayer

Anthroposophische Meditation – Verbindung mit Christus

Das Seminar besteht aus praktischen Übungen mit
Erfahrungsaustausch. Wir meditieren auf westliche Art auf Basis der Anthroposophie. Im Meditieren kommt man bei sich an, in der Heimat der eigenen Seele. Wir lernen uns zu zentrieren und in geistigen Ebenen aufzuwachen. Meditieren kann jede und jeder, für jeden gibt es den richtigen Ansatz. Nach einer Einführung in die Meditation konzentrieren wir uns auf die Verbindung mit Christus, meditieren entsprechende Texte von Rudolf Steiner und führen uns vor Augen, was die Anthroposophie zu Christus sagt.

Unsere Verbindung mit der Engelwelt
Wir üben Meditations-Wege, um mit dem Engelreich in
Kontakt zu treten. Wie wirken die Engel in unserem Leben
und in unserer Aura? Wie wirken die Engel in der Natur? Wie verbindet man sich mit dem Engel eines anderen Menschen? Wie wirkt der Engel einer Familie oder einer sozialen Gemeinschaft? Anhand von Malereien leben wir uns in die Engelwelt und besonders Michael ein. An einem Nachmittag gehen wir in die Zürcher Innenstadt und besuchen spirituelle Orte.

Agnes Hardorp, geb. 1959 in Hamburg, Meditationslehrerin, Musikerin, Eurythmistin. Sie gibt seit 2004 zusammen mit Thomas Mayer Kurse zur anthroposophischen Meditation.

Thomas Mayer, geb. 1965 in Kempten, Meditationslehrer, Bürgerrechtler, Autor. Seit 2004 zusammen mit Agnes Hardorp Kurse in Anthroposophischer Meditation, mehrere Buchveröffentlichungen.  
www.anthroposophische-meditation.de

Kurs 10

Selbsterkenntnis und Apokalypse                       

Thomas G. Meier

Die Offenbarung des Johannes spricht in dramatischen
Bildern von der Entwicklung menschlicher Werde-Stufen. Bezieht man diese Bilder auf innere Entwicklungsvorgänge des Menschen, verlieren sie alles Furchterregende. So ist diese Schrift ein heilsamer Begleiter auf dem Weg der Selbst-Verwirklichung. Gedanklich, meditativ und künstlerisch versuchen wir die Bildsprache zu lesen.

Thomas G. Meier, geb. 1956 in London, in der Schweiz aufgewachsen. Theaterpädagoge/Regisseur, Initiator interkultureller Initiativen, Kulturreisen, u.a. nach Indien. Freischaffender Dozent mit Kursen und Vorträgen zur Kunstgeschichte, Philosophie, Meditation u.a.. Der Brückenschlag zwischen der Anthroposophie Rudolf Steiners und der esoterischen Lehre der Wahrheitsforschung von Daskalos sind für Thomas G. Meier ein besonderes Herzensanliegen seiner Arbeit. 

www.thomasgmeier.ch

Kurs 8

Bewegtes Sehen durch Formenzeichnen


Peter Büchi

Formenzeichnen ist ein wirksames Instrument zur Sinnesschulung und Sinnespflege. In praktischen Übungen wird aufgezeigt, wie das Formenzeichnen zur Wahrnehmungsschulung eingesetzt werden kann. Formenzeichnen fördert die Entfaltung kreativer Kräfte und steigert die Sinnestätigkeit. Für diesen Kurs sind keine Vorkenntnisse erforderlich.

 

Peter Büchi 40 Jahre Erfahrung als Klassenlehrer, 1. – 6. Klasse; Erwachsenenbildner, Kursorganisator FPA und Formenzeichner; Dozent für Formenzeichnen am Waldorfseminar in St.Petersburg und Kiew und in Kunsttherapeutenausbildung ARTHEA in Genf, Arbeitsgruppenleiter an vielen Tagungen im Goetheanum.

Vortrag 1 & Kurs 9

Und wer fragt die Kinder, was sie brauchen?


Henning Köhler

 

Von verängstigten, entmutigten, traurigen, überforderten, zappeligen, erschöpften Kindern. Impressionen aus der Praxis eines heilpädagogischen Teams, das sich vor allem um Kinder kümmert, die als „verhaltensauffällig“ gelten und den schulischen Anforderungen oft nicht genügen. Ermutigung für Eltern und Lehrer, pädagogisch zu handeln, wenn Kinder in Not sind. Pädagogisch heißt immer: verständnisvoll, unterstützend, beschützend, ermutigend. Wie oft geschieht das Gegenteil! Ein Kind zeigt Schwäche oder Angst, und die Umstehenden tun alles, um es noch mehr zu schwächen oder zu ängstigen.

Henning Köhler

Heilpädagoge, Kinder- und Jugendtherapeut in eigener Praxis nach vorangegangenen Lehrjahren als Heimerzieher, Kleinklassenlehrer, klinischer Heilpädagoge und in der freien Jugendarbeit. Ausgedehnte Lehr- und Vortragstätigkeit im In- und Ausland, zahlreiche Beiträge in Zeitschriften und Anthologien, sowie im Rundfunk. Entwurf und Installation des berufsbegleitendenden Qualifikationslehrgangs für integrative Aufgaben und der berufsbegleitenden Zusatzausbildung zum Pädagogischen Berater.

www.janusz-korczak-institut.de

Musikalische Erzählreise
«Dshamilja» von Tschingis Aitmatow

Richard Schnell (Text)

Fritz Nagel (Musik)

Richard Schnell, Schauspieler aus Berlin, spricht eine leicht gekürzte Fassung der berühmten und bewegenden Erzählung von Aitmatow, Fritz Nagel spielt eigene Kompositionen für die Zen-Flöte Shakuhachi, die Sufi-Flöte Ney, die nordafrikanische Nomaden-Flöte Narh, die israelische Schilfklarinette Halil und die vietnamesische Maultrommel Dan Moi.

Eine Liebesgeschichte in Sprache und Musik


In den Wirren des zweiten Weltkrieges finden sich drei junge Menschen zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammen. Mit Pferd und Wagen fahren sie schwere Kornsäcke von der Dreschtenne der Kolchose zur Bahnstation. Harte Arbeit, aber alle drei haben Träume und lassen unter dem tapferen
pragmatischen Funktionieren tiefe Persönlichkeiten erkennen. Bald bricht die Kruste des harten Alltags auf und brodelnd brechen die individuellen Begabungen und Schicksale hervor.

 

Eindrücke einer Musikerin

Die Erzähl-Reise «Dshamilja», vorgetragen von Richard Schnell (Text) und Fritz Nagel Biberbach (Musik) ist eine fesselnde Performance, die an die längst verloren gegangene hohe Kunst des Geschichten-Erzählens anknüpft, wie sie nur noch in wenigen Ländern so lebendig zu erleben ist. Nur anhand einer Stimme und der tiefen Nachempfindung des Textes in Schnells Vortrag wird die fesselnde Geschichte von Tschingis Aimatow in unsere Vorstellungen plastisch, durch die Klänge von Nagels Flöten werden Räume zu Landschaften, die Stimmungen der Charaktere zu unseren eigenen.

In dieser Intensität bislang nur in traditionellen Kulturen in über Jahrhunderte tradierten Formen erlebt (z.B. in der Performance von marokkanischen Halqa-Geschichtenerzählern oder in koreanischen Pansori-Vorträgen), steigt in der Stille am Ende der Performance, wenn man zurück ist von der Reise nach Kirgisien, Wehmut und Sehnsucht auf. Solche innigen und magischen Momente sind in unserer heutigen hochtechnisierten Welt des visuellen und akustischen Nonstop-Inputs hohler Inhalte so gut wie vergessen. 

Hyo Jin Shin

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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